Ulrich Berlet

Sachbuchautor Informationstechnik

Cloud Computing im Mittelstand

Mit dem Cloud Computing haben wir einen der wichtigsten, derzeitigen Trends in der Informationstechnik vor uns. Die öffentliche Aufmerksamkeit über diese Innovation wird sehr oft beherrscht von den Aktivitäten sehr großer IT-Konzerne, die meist in Nordamerika oder Ostasien beheimatet sind. Sicherlich kann die Cloud-Technologie dazu verwendet werden, um mächtige, weltumspannende IT-Strukturen aufzubauen. Gleichfalls ist diese neue Form der Datentechnik geeignet, in kleinen und mittleren Unternehmen nützliche Dienste zu verrichten und Probleme zu lösen.

Sichergestellt werden muss, dass sich die Computer-Cloud und die betriebseigene Datenhaltung („On Premises“) in einem gesunden Konkurrenzverhältnis befinden. Die unternehmenseigenen Server dürfen wegen der „Datenwolke“ nicht verschwinden.

Ferner benötigen die IT-Akteure in kleinen und mittelständischen Unternehmen für die optimale Nutzung der Cloud-Technologie viel individuelles und aktuelles Know-how. Dazu gehören die Cloud-Grundlagen, das technologische Umfeld, die vorhandenen Management- und Sicherheitskonzepte sowie Kenntnisse über den Cloud-Markt mit all seinen Strukturen, Möglichkeiten und Risiken.

 

Keine Angst vor der Blockchain

Bitcoin, Distributet Ledger, Smart Contract, Ethereum, Node, Token, Wallet, Mining, all diese und andere wenig bekannte Begriffe schwirren sehr bald im Kopf herum, wenn man sich näher mit dieser IT-Innovation beschäftigt.

Festgestellt werden kann, dass selten eine neue Basistechnologie bei ihrem Erscheinen auf der Bildfläche ein so unterschiedliches Echo hervorgerufen hat. Dies gilt sowohl für die Fachwelt, als auch für die breite Öffentlichkeit.

Dabei kann in diesem Zusammenhang nicht mehr von einem vorübergehenden Hype gesprochen werden kann. Die Blockchain wird bleiben. Voraussichtlich wird diese Technologie dann eingesetzt, wenn es zum Beispiel darum geht, vertrauenswürdige Transaktionen ohne eine regulierende Mittelinstanz zu ermöglichen oder etwa Daten zweifelsfrei zu verbriefen.

Aktuell erscheint die Blockchain als ein unfertiges Projekt, an dem fleißig gewerkelt wird. Bedeutung und Verbreitung dieser Technologie werden wesentlich davon abhängen, inwieweit und wann es gelingt, hiermit Anwendungen und Geschäftsprozesse nachhaltig zu verbessern.

Brauchen wir einen KI-TÜV?

Künstliche Intelligenz verändert das Leben uns aller. Es ist schon erstaunlich, was die kleinen, meist unsichtbaren, Helfer heute schon zustande bringen.  Man muss nicht unbedingt Alexa und Cortana lieben, um davon zu profitieren. In einer optimistischen Projektion erscheint eine KI-gestützte Welt angenehm, freudvoll und dynamisch.

In diesem Zusammenhang darf nicht vergessen werden, dass durch einen solchen Ersetzungsprozess menschliche Qualifikationen ihren Wert verlieren. Im Ergebnis sind bei einer ungebremsten Entwicklung hohe Arbeitsplatzverluste zu befürchten. Dies betrifft nicht nur ungelernte Kräfte und solche mit einem niedrigen Ausbildungsstand. Vielmehr sind ebenfalls Befähigungen in Gefahr, welche durch ein Hochschulstudium erworben wurden. Darüber hinaus kann es zu weiteren sozialen und kulturellen Verwerfungen kommen.   

Eine zu starke Regulierung würde sicherlich Dynamik und Initiativpotential von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft zu sehr bremsen. Jedoch wird eine nachsorgende Steuerung und Anpassung hier nicht reichen. Möglicherweise müssen wir für die Künstliche Intelligenz neue Formen der rahmensetzenden Vorsorge finden.